Fliegender Juwel; der Bienenfresser
- kiliandisler
- 21. Juli
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 26. Juli

Ist es ein Papagei? Ein übergroßer Kolibri? Oder vielleicht sogar ein Vogel, der im Regenwald fotografiert wurde? Nein, nichts davon trifft zu. In der Schweiz gibt es tatsächlich einige farbenfrohe Vögel und einer davon ist der Bienenfresser. Er ist der einzige europäische Vertreter der Spinten-Familie, die sonst hauptsächlich in den Tropen vorkommt.
Obwohl es in der Schweiz weiterhin nur einige wenige hundert Brutpaare gibt und er nach wie vor zu den gefährdeten Arten auf der roten Liste zählt, soll sein Bestand laut der Vogelwarte Sempach stabil sein oder sogar leicht zunehmen.

Er bevorzugt mediterranes Klima, da seine Futterwahl stark davon abhängt. Es sind jedoch nicht nur Bienen, wie man aufgrund seines Namens vermuten könnte; er frisst auch Wespen, Hummeln und sogar Libellen, die er mit akrobatischen Flugmanövern im Flug erbeutet. Ein bekannter Ort in der Schweiz ist das Wallis. Sie leben in einer kleinen sandigen Steilwand, unweit über der Wasseroberfläche. Dort graben sie, ähnlich wie der Eisvogel, sogenannte Brutröhren.

Wer Insekten als seine Hauptnahrungsquelle nennt, hat mit unverdaulichen Bestandteile wie Flügel und Chitinpanzer zu kämpfen. Diese Speiballen werden hin und wieder als sogenannte Gewölle ausgewürgt.
Mitte August verstummen die typischen Flugrufe wieder. Als Langstreckenzieher begeben sie sich auf die weite Reise bis in die südliche Sahara, bevor sie im April oder Mai mit ihrem farbenfrohen Federkleid erneut unsere heimische Vogelwelt schmücken.






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