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Eichhörnchen, Haubenmeisen & Co.

  • kiliandisler
  • 24. März
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 26. März

Am frühen Morgen des 24. März reise ich mit dem ersten Zug ab Zofingen nach Arosa. Nach fast vier Stunden Fahrt bei herrlichstem Wetter erreiche ich die Endstation neben dem immer noch tiefgefrorenen und verschneiten Obersee.

Nur wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt befindet sich der ausgeschilderte Eichhörnchenweg: Dieser ist knapp zwei Kilometer lang und führt durch einen schönen Wald.


Neugierig, wachsam und flink: das Eichhörnchen
Neugierig, wachsam und flink: das Eichhörnchen

In Maran angelangt, das Ende dieses Weges, bietet die "Isblaatere" eine hervorragende Gelegenheit, um auf der Terrasse zu Mittag zu essen und dabei den großartigen Blick auf die verschneite Berglandschaft zu genießen.

Gestärkt gehe ich gemütlich nochmals den Weg ein paar mal auf und ab. Dabei sehe ich Tannenhäher, Eichhörnchen und verschiedene Meisenarten: Alpen-, Tannen-, Hauben- und Kohlmeisen. Alle sind an Menschen gewöhnt, ebenso die Buchfinken.



Entlang des Weges stehen immer wieder Futterhäuschen, die gerne von diesen Meisen besucht werden. Aber auch die Amsel, Waldbaumläufer und der Gimpel zeigen sich hier.

Unter diesen kleinen Holzdächern herrscht grundsätzlich eine harmonische Stimmung, aber nur solange bis das Eichhörnchen erscheint: So niedlich diese Tiere auch sind, sind es dennoch temperamentvolle, wilde Nagetiere mit einem sehr vielfältigen Speiseplan. Sie gehören zu den Allesfresser und ihre Vorliebe variiert je nach Jahreszeit von pflanzlicher Nahrung wie Nüsse und Samen bis hin zu tierischer Kost. Das sollte man stets im Hinterkopf behalten, auch wenn sie einem das Bein hinaufklettern und auf den Schultern herumtollen oder in die Sonnenblende der Kamera steigen.

In diesem Waldteil leben die Tiere frei, daher ist das Greifen nach ihnen verboten und Hunde müssen an der Leine bleiben. Füttern ist erlaubt, jedoch nur mit ungeschälten einheimischen Nüssen, da sonst die Schneidezähnchen der Tiere nicht ausreichend abgenutzt werden, was zu ernsthaften Problemen und letztendlich zum Verhungern führen kann.



Der Tannenhäher, der als Wappentier des Nationalparks Graubünden dient, ist ein weiteres Highlight des Eichhörnchenwegs. Wenn er still im Baum sitzt, ist er nur sehr schwer zu entdecken, doch sein charakteristischer Ruf verrät seine Anwesenheit. Obwohl er anderswo als scheuer Vogel gilt, freut er sich hier über die von den Besuchern mitgebrachten Nüsse und schnappt sie sich, oft bevor die Eichhörnchen sie erreichen können.


Ein toller Ort um eine spannende Zeit draussen in der Natur zu verbringen, für Gross und Klein!



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